Im September 2004 öffneten sich das erste mal die Tore unserer Apfelselbstpflücke in Döllstädt. Seit dem ist die Apfelselbstpflücke eine feste

Achtung! An alle, die es noch nicht in unsere Apfelselbstpflücke nach Döllstädt geschafft haben!

Wir laden alle Apfelliebhaber zu unserem Apfelsonderverkauf ein.
Wann: Am 10.12.2016
von 9 Uhr - 16 Uhr
Wo: Am Hofladen in 99100 Döllstädt, Allee 4

Geschichte des Obstanbau

Zwischen Harz, Eichsfeld, Thüringer Wald, und Vogtland liegt das Thüringische Becken. Darin eingebettet liegt das innerthüringische Becken, welches von einem Kranz bewaldeter Höhen umgeben ist. Die südwestliche Umwallung bilden die "Fahnerschen Höhen". Nach diesem Höhenzug wurde das Obstbaugebiet "Fahner Höhe" benannt. Es erstreckt sich in einer Länge von ca. 15 Kilometern und einer Breite von ca. ein bis zwei Kilometern vom Ort Tiefthal bis nach Ballstädt – Burgtonna. Die höchste Erhebung dieses Muschelkalkrückens ist der Abtsberg mit 412 Metern Höhe. Die Tradition des Obstanbau geht bis in das 15 Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit befasste man sich mit dem Weinanbau, welcher seinen Höhepunkt im 18 Jahrhundert hatte. Um 1790 gab es allein in Witterda ca. 44 Hektar Weinfläche. In diesen Zeitraum fällt auch der Beginn des Süßkirschanbaus auf der Nordseite der "Fahnerschen Höhen".


Blick auf Kleinfahner                                                    Kirschblüte bei Witterda

Durch das Wirken des Pfarrers Johann Volkmar Sickler (1742 – 1820)wurde der Süßkirschanbau in Kleinfahner sehr stark gefördert. Sickler wurde am 21. Januar 1741 in Güntersleben bei Gotha geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Er studierte Theologie in Jena und kam im Jahr 1770 ins Pfarramt nach Kleinfahner. In dieser Zeit wurden hauptsächlich Süßkirschbäume angepflanzt. Sicklers Bemühungen wurden allerdings erst im Jahre 1892, mit der Gründung des Obstbauvereins "Fahner Höhe" honoriert. Die "Fahner Höhe" wurde in dieser Zeit als größtes, geschlossenes Kirschanbaugebiet in Deutschland bekannt.


Alter Süßkirschbaum der Sorte Türkine                        Straße von Kleinfahner nach Witterda

Alte Schriftstücke berichten uns, dass im Fahnerschen Gebiet ein verhältnismäßig mildes Klima herrschte. Im Schoßgarten zu Großfahner wuchsen Jahrzehnte Feigenbäume und trugen tatsächlich auch Früchte. Dort steht auch das der Höhenzug guten Schutz vor Süd-, Südwest-und Westwinden bot und ganz eigenartige Windbewegungen herrschten. Durch die geschützte Lage Gierstädt`s kam der Frühling 14 Tage früher als in Gotha. Durch diese klimatischen Besonderheiten erhielt das Gebiet um Großfahner die Bezeichnung "Gothaisches Italien".